
Spatenstich für „Respekthaus“
Nach langen, intensiven Vorarbeiten konnte am 9.12.2025 endlich der Spatenstich für das „Respekthaus“, der neuen Heimstatt für die Hammer Tafel, die Aids-Hilfe Hamm, die Kontakt- und Beratungsstelle des VKM (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte) und die AWO mit der „Tagesstruktur Startbahn“ und dem „Ambulant betreuten Wohnen (ABW)“, gefeiert werden.
Viele Beteiligte aus Verwaltung und Politik sowie den Vereinen und Verbänden trafen sich zu dem freudigen Ereignis an der Kleinen Alleestraße. Anlass für die Planungen zum „Trägerhaus“ – so der bisherige Arbeitstitel – erläuterte OB Marc Herter, war die beengte und bauliche Situation der Hammer Tafel in der alten Schilderwerkstatt der Stadt Hamm an der Friedrichstraße. Nachdem die Suche nach einem neuen Standort in Bestandsgebäuden kein Ergebnis brachte, dachte man in der Verwaltung neu und größer: die Idee vom Trägerhaus, einem gemeinsamen Ort für diverse sozial agierende Träger, war geboren.
Es folgte eine Machbarkeitsstudie durch Berghaus-Architekten. Für die weiteren Planungsschritte konnte das Architekturbüro Abdel-Kader aus Münster gewonnen werden. Die europaweite Ausschreibung für die Gewerke ist erfolgt.
Nun stehen noch abschließende Bodenuntersuchungen auf Kampfmittel an. Danach soll mit den Bauausführungen begonnen werden. Zielpunkt für die Fertigstellung: Spätsommer 2027.
Nach Fertigstellung der Planung wolle man einen Perspektivwechsel einleiten, so OB Marc Herter: nicht die Träger sollen namentlich im Vordergrund stehen und gewürdigt werden, sondern die Menschen, die deren Hilfe in Anspruch nehmen. „Ihnen wird hier der gleiche Respekt entgegengebracht, wie ein jeder von uns ihn erwarten darf“, so Herter. Deswegen soll das Trägerhaus nunmehr „Respekthaus“ heißen.
Silvia Kraft, 2. Vorsitzende der Hammer Tafel bedankte sich in ihrem Grußwort bei allen Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Architekturbüro und Fördermittelgeber. Sie erinnerte daran, dass bei Gründung der Tafel 1999 niemand gedacht hätte, dass die Tafel auch nach über 25 Jahre notwendig sein würde. Sie lobte ausdrücklich die starke Solidarität in der Kommune: „Hamm ist keine reiche Stadt, aber der Zusammenhalt in Hamm ist einzigartig!“ Dies werde auch mit diesem Projekt sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Sie freue sich auf das neue Gebäude, aber auch auf die Zusammenarbeit mit VKM, AWO und Aids-Hilfe – mit neuen Perspektiven für alle Gruppen.
„Hoffen wir – in diesen schwierigen Zeiten – auf eine bessere Zukunft, an der wir alle gemeinsam mitwirken können!“ so Silvia Kraft abschließend.
Besonders freute sich Silvia Kraft, dass Vera Natke (2. von links), ehrenamtliche Kraft bei der Tafel seit 20 Jahren, tatkräftig beim Spatenstich selbst Hand anlegte.
Wir sagen noch einmal: Herzlichen Dank!


